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Bewerbung

Potenzielle BewerberInnen sind die Hauptzielgruppe für jede Karriereseite. Darum haben wir genau draufgeschaut, wie Konzerne ihren Bewerbungsprozess digital abbilden, wie einfach es ist, sich zu bewerben, und wie BewerberInnen bei der Jobsuche an die Hand genommen werden.

 

Wenig Dialogangebote

Den Bewerbungsprozess zu vereinfachen und zu beschleunigen wird immer wichtiger. Eins haben die NutzerInnen bei Anbietern wie Zalando, der Online-Bank N26 oder dem Streamingdienst Spotify gelernt: Im Netz lassen sich auch komplexe Transaktionen wie Einkaufen oder ein Konto zu eröffnen einfach, unkompliziert und mobil abwickeln. Diese Erfahrungen nehmen sie mit in eine Online-Bewerbung und erwarten, dass dieser Prozess ebenso leicht von der Hand geht. 

Was das angeht, haben die von uns untersuchten Konzerne noch Nachholbedarf. Beispiel Chatbots: Die digitalen Assistenten können viele Standardfragen automatisch beantworten. Das entlastet die E-Mail-Postfächer der HR-Abteilung. Die Nutzer müssen Informationen nicht umständlich suchen, sondern bekommen sie im Dialog. An sich eine gute Lösung, doch nur 8 von 60 Unternehmen setzen darauf.

Good Practice Chatbot

  • Evonik Chatbot

    Nach wie vor nutzen nur wenige Unternehmen die Möglichkeiten von Chatbots in der HR. Evonik ist einer davon.

 

Ein vergleichsweise neues Instrument sind digitale Cultural-Fit-Tests. Auf spielerische Weise können Jobsuchende in einem Fragebogen testen, ob sie menschlich und persönlich zu einem Unternehmen passen. Das erleichtert das Assessment und hilft möglichen BewerberInnen bei der Orientierung. Davon macht bislang nur jedes fünfte Unternehmen Gebrauch.

Good Practices Cultural-Fit-Test

  • Vodafone Test Cultural

    Ein Cultural-Fit-Test wie bei Vodafone verpasst dem Bewerbungsverfahren eine spielerische Komponente. Gleichzeitig lernt die HR-Abteilung aus den Daten mehr über die Jobsuchenden.

  • Bertelsmann test

    Mit seinem Creative Management Program spricht Bertelsmann gezielt Sozialwissenschaftler als Führungspersonen an. Ein kurzer Test hilft Interessierten einzuschätzen, ob sie dafür in Frage kommen.

 

Initiativbewerbungen

Initiativbewerbungen locken Menschen mit ungewöhnlichen Lebensläufen und einer besonderen Motivation. Sie bewerben sich nicht, weil sie „Assistenz der Geschäftsführung” oder „Fachbereichsleiter” werden wollen. Sie bewerben sich, weil sie unbedingt zu einem ganz bestimmten Unternehmen wollen. Solche MitarbeiterInnen sind von unschätzbarem Wert und können häufiger und besser angesprochen werden. Nur 28 von 60 untersuchten Unternehmen äußern sich zu Initiativbewerbungen.

 

Umständliche Bewerbungsprozesse

Standards wie eine Suchfunktion oder verschiedene Suchfilter bei den offenen Stellen haben nahezu alle Unternehmen. Bei immerhin 80% der Firmen finden Jobsuchende Tipps und Hilfestellung für die Bewerbung. Doch der eigentliche Bewerbungsprozess wird dadurch nicht erleichtert.

Laut einer Untersuchung des Karriereportals Stepstone sind auf Karriereseiten im Schnitt 30 Klicks nötig, um vom Öffnen einer Stellenausschreibung zum Absenden der Bewerbung zu kommen(4). Dabei gäbe es Abkürzungen, mit denen die BewerberInnen schneller ans Ziel gelangen könnten.

Schon seit Jahren verfügbar sind One-Click-Bewerbungen, bei denen Lebensläufe einfach aus Xing oder LinkedIn abgeholt werden. Trotzdem nutzt nur ein Viertel der von uns untersuchten Großkonzerne das praktische Feature.

Diese Features kommen auf Konzernwebsites zum Einsatz. Oder eben auch nicht.

 

Unsere Empfehlung

Wenn es um die Bewerbung geht, sind viele Konzerne noch in traditionellen Denkmustern verhaftet. Eine vollständige Bewerbung hat aus Anschreiben, Lebenslauf, Uni- und Arbeitszeugnissen zu bestehen. Karriereseiten orientieren sich an den Anforderungen der HR-Abteilung, weniger an den Wünschen der NutzerInnen. Hier sollte ein Umdenken einsetzen.

Gerade junge Bewerber aus den Generationen Y und Z erwarten schnellere und schlankere Prozesse. Notwendige Formalia sollten ohne viel Aufwand erledigt sein. Es gilt, den digitalen Bewerbungsprozess zu vereinfachen, wichtige Informationen auf einen Blick und interaktiver zu präsentieren und umständliche Klick-Orgien zu vermeiden.

Good Practices One-Click-Bewerbung

  • ProSieben Bewerbung

    Es kann so einfach sein: ProSiebenSat1 bildet die komplette Bewerbung auf einer Seite ab. Wer die One-Click-Bewerbung per Xing nutzt, ist mit der ganzen Bewerbung in wenigen Minuten fertig.

Dass NutzerInnen von der Technologie abgeschreckt werden, steht nicht zu befürchten, im Gegenteil. In einer Befragung des Bundesverbands der Personalmanager empfanden 85% der BewerberInnen eine One-Click-Bewerbung als hilfreich(5). Eine große Mehrheit von 82% der ArbeitnehmerInnen steht digitalen Bewerbungstools insgesamt offen gegenüber. Erst, wenn es ans Bewerbungsgespräch geht, wünscht sich eine Mehrheit wieder den persönlichen Kontakt.

Heißt im Klartext: Die User Experience steht im Fokus. Wer mit einem komplizierten und vielleicht sogar unzuverlässigen Portal arbeitet, frustriert die BewerberInnen. Das Risiko ist, dass einem aussichtsreiche Kandidaten für eine Stelle durch die Lappen gehen. Kurz: Eine Bewerbung sollte sich so einfach anfühlen wie Online-Shopping; und genauso viel Spaß machen.

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