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Bewerber wollen auf Karriereportalen von Unternehmen vor allem schnell und unkompliziert an die gesuchten Informationen gelangen. Unterhalten zu werden und positive Erfahrungen auf der Seite zu machen, spielen inzwischen eine ähnlich große Rolle. Wie gut Unternehmen beide Aspekte gemeinsam als Chance nutzen, Bewerber von sich zu überzeugen, haben wir in diesem Abschnitt untersucht.

 

Um wen geht’s hier eigentlich? Wie Unternehmen Corporate Story, Storytelling und Testimonials einbinden sowie Mitarbeiter und Abteilungen vorstellen

Die Corporate Story ist die Basis aller Kommunikation und zeigt, woher das Unternehmen kommt, wofür es steht und welche individuellen Ziele es im Vergleich zum Wettbewerb verfolgt. Eigentlich eine wichtige Informationsquelle für Bewerber, doch nur 7 % der untersuchten Unternehmen binden die Corporate Story auf den eigenen Karriereseiten ein.

Viele Unternehmen lassen im Jobportal die eigenen Mitarbeiter über ihren Arbeitgeber berichten und setzen damit auf Transparenz und Authentizität (71 %). Storytelling in Form von multimedialen Geschichten mit konsistenten Botschaften, die das Unternehmen mitsamt seiner Kultur vorstellen, nutzt hingegen nur ein Drittel. Dabei ließe sich beides hervorragend verbinden, denn Bewerber interessieren sich vor allem für die Menschen hinter der Marke und wollen ein Gefühl dafür entwickeln, ob sie zur Kultur passen.

Best Practices

  • Testimonials 2

    Daimler setzt ganz zeitgemäß auf Video-Testimonials, um Bewerbern persönliche Einblicke ins Unternehmen zu ermöglichen.

  • Testimonials

    Bei thyssenkrupp kommen Mitarbeiter aus unterschiedlichen Bereichen und Abteilungen persönlich zu Wort, um ihren Arbeitsplatz vorzustellen.

Die Vorstellung der Abteilungen sowie deren einzelner Mitarbeiter sieht immerhin über die Hälfte der Unternehmen als wichtige Information: Rund 56 % zeigen den Portalbesuchern, wie das Unternehmen organisatorisch aufgebaut ist und welche Teams und Abteilungen existieren. Mehr als 65 % stellen die Mitarbeiter der einzelnen Bereiche vor und geben dem Karriereportal damit eine wichtige Dosis Persönlichkeit.

 

Unternehmensidentität: Aussagen über Werte, Vision, Kultur, Menschenbild und Kunden

Welche Vision und Mission verfolgt das Unternehmen? Welche Werte vertritt es und wie sind die Kultur und das Menschenbild? Auch das sind Informationen, die Bewerbern hilfreiche Orientierung geben und ihnen zeigen, ob sie mit ihren eigenen Vorstellungen und Werten in die Organisation passen. Während die Vision des Unternehmens nur von knapp 19 % kommuniziert wird, sprechen jeweils rund 45 % über die eigene Firmenkultur, die Philosophie und die vertretenen Werte. Über das Menschenbild treffen immerhin knapp 59 % eine Aussage.

Welche Inhalte kommunizieren Unternehmen im Karriereportal?

  • Grafik Kultur und Werte

    Während die Vision meist nicht im Karriereportal kommuniziert wird, trifft die Mehrheit der Unternehmen Aussagen zum Menschenbild (Umgang mit Ethnizität, Religion, Behinderung etc.).

Und was ist eigentlich mit den Kunden? Sie sind der Grund dafür, dass das Unternehmen am Markt besteht, aber nur 9 % erwähnen sie auf der Jobseite. Wenn man bedenkt, dass viele Stellen mit Kundenkontakt zu tun haben, darf hier noch nachgerüstet werden.

 

Arbeitsbedingungen: Infos zu Digital Workplace und Nutzung von kununu

Wie digital ist eigentlich der Arbeitsplatz? Gibt es Software und Tools, die mir die Arbeit erleichtern? Und wie bewegt sich das Unternehmen im Netz, außerhalb der eigenen Karriereseite? Das fragen sich mit der jünger und digitaler werdenden Belegschaft auch immer mehr neue Kandidaten. Aussagen dazu treffen jedoch nur wenige: Nur knapp 19 % der Unternehmen stellen vor, wie Zusammenarbeit und interne Kommunikation im Zuge der Digitalisierung aufgestellt sind. Gerade hier vergeben noch zu viele Unternehmen die Chance, potenziellen Mitarbeitern den Arbeitsplatz sowohl vorzustellen als sie auch gezielt davon zu überzeugen.

kununu als die größte deutsche Plattform zur Arbeitgeberbewertung nimmt bei vielen Jobsuchenden inzwischen einen zentralen Stellenwert ein. Umso überraschender, dass nur 9 % der Unternehmen auf ihren Karriereseiten darauf verweisen. Doch gerade ein solcher Hinweis würde Transparenz zeigen und gleichzeitig vermitteln, dass das Unternehmen im Netz aktiv ist und auch mit Bewertungen von extern offen umgeht.

Wichtig ist dabei, dass der kununu-Account von der HR-Abteilung gepflegt und auf Bewertungen reagiert wird. Bei negativen Bewertungen bietet sich gleichzeitig die Chance, sich kritik- und lernfähig zu zeigen, intern Verbesserungen anzustoßen und auf bestehende unternehmenseigene Einrichtungen zu verweisen, die dem Bewerter bei seinen Kritikpunkten helfen würden. Umso hilfreicher, wenn HR-Abteilungen für solche Fälle ein Kommunikationskonzept haben, das ihnen Botschaften und Tonalität vorgibt.

Best Practices

  • kununu

    Aufgeräumt, mit ansprechenden Bildern und einem Image-Video präsentiert sich die Rewe Group auf kununu.

  • kununu2

    Beim kununu-Auftritt von Daimler werden Jobinteressenten mit starken Bildern angesprochen und können viele erste Eindrücke über den Arbeitsplatz gewinnen.

 

Hilfreich: Bewerbungstipps und Erklärung des Bewerbungsprozesses

Jedes Unternehmen hat seine eigenen Workflows im Umgang mit Bewerbungen. Welche Unterlagen sollen Bewerber einreichen? Worauf legt das Unternehmen Wert bei einer Bewerbung? Welche Angaben sind im Anschreiben wichtig bzw. erwünscht? Antworten auf diese Fragen bekommen Bewerber nur bei 35 % der untersuchten Unternehmen. Etwas mehr erklären den Bewerbungsprozess (47 %) und geben somit zumindest einen Hinweis dazu, worauf sich Bewerber einstellen können.

Best Practices

  • Bewerbungstipps2

    Fresenius holt Bewerber mithilfe eines Videos ab und strukturiert weiterführende Informationen übersichtlich nach Einstiegslevel.

  • Bewerbungstipps

    SAP gibt Jobinteressenten sowohl hilfreiche Tipps für die Bewerbung als auch Hinweise zum gesamten Bewerbungsprozess.

 

In der Kürze liegt die digitale Würze - auch bei Stellenanzeigen?

Je länger Online-Texte sind, desto weniger werden sie vollständig gelesen. Darüber hinaus entscheidet die Satzlänge, ob sich ein Text auch mobil leicht erfassen lässt und so die Aufmerksamkeit der Nutzer hochhält.

Betrachtet man Online-Stellenanzeigen rein auf entsprechende Zahlen bezogen, gibt es kaum ein Unternehmen (1,3 %), das weniger als 2.000 Zeichen für eine Job-Anzeige im eigenen Portal verwendet. Während also auf der einen Seite die Kandidaten immer mobiler werden, sind es die Stellenanzeigen auf der anderen Seite noch nicht.

Doch gerade über die Jobanzeige kommen die meisten potenziellen Mitarbeiter erstmalig mit dem Unternehmen in Kontakt. Hier entscheiden sie, ob sie sich näher mit dem Job beschäftigen möchten. Deshalb besteht die Kunst darin, die Stelle kurz und prägnant vorzustellen und an den richtigen Stellen weiterführende Links und Informationen anzubieten.

Trotz aller Kürze: Jede Stellenanzeige sollte einen Ansprechpartner enthalten, um persönliche Nähe zu vermitteln und Kandidaten die Anrede im Anschreiben zu erleichtern. In unserer Untersuchung sind es nur 47 % der Unternehmen, die einen konkreten Kontakt in der Ausschreibung aufführen.

Positiv ist unser Ergebnis bei Satzlänge und Struktur aller Texte im Karriereportal: Bei 84 % der Unternehmen liest man meist kurze Sätze unter 15 Wörtern. Noch mehr bauen ihre Inhalte sinnvoll auf und geben den Texten auf der Karriereseite eine klare Struktur (89 %).

Standard ist inzwischen, sich direkt aus der Stellenanzeige heraus bewerben zu können (97 %).

Best Practices

  • Stellenanzeige

    Klar strukturiert und alle wichtigen Infos und Funktionen auf einen Blick: Bei den Stellenanzeigen der Telekom stehen Bewerberbedürfnisse weit oben.

 

Gamification: Will denn keiner spielen?

Was in vielen Veröffentlichungen zum Thema Human Resources und Recruiting in aller Munde ist, spielt in der Praxis noch eine stark untergeordnete Rolle: Auf die spielerische Begleitung durch den Bewerbungsprozess in Form von Online-Spielen setzen gerade einmal 4 % der untersuchten Unternehmen.

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